Über den Mut ICH selbst zu sein

von Taina Nacke-Langenstein

Ja, ich bin die, die ich bin.

Und ja, das finden manche Menschen nicht gut.

Verändern soll ich mich. Anpassen. Noch professioneller sein. Viel offener im Umgang. Freundlicher. Zurückhaltender. Wertschätzender. Wertfreier. Liebevoller. Geduldiger. Undundund...

HALLO?!?!?!? Ich arbeite täglich an mir. JEDEN TAG!!!

Gelegentlich scheint es mir, dass dieser Selbstoptimierungswahn einfach zu extrem wird. 

Der liebe Gott, das Universum oder - nenn es wie Du willst - hat uns doch so unterscheidlich gemacht, weil es gut ist. Weil eine charakterlich uniforme Gesellschaft nicht funktionieren würde. Es braucht die Besonnenen ebenso wie die Aufbrausenden. Die Geduldigen ebenso, wie die die alles schnell vorantreiben wollen. Laute, Leise. Hübsche, Hässliche. Pitta, Vata, Kapha. Diplomaten und Chaoten (Das Universum ist übrigens ein Chaos und darf so ein. Keiner würde dem Universum sagen, es solle sich ordnen! Lennard ich liebe Dich auch dafür, dass Du im Innern und Äußern chaotisch bist. Du darfst das. Wie das Universum. Und auch Du bist in steter Veränderung. Bleib Du DU!).  

Alles ist im Fluss ... nichts bleibt gleich. Nichts!!!!!! Alles verändert sich ständig. Und was heute gut ist, kann morgen schon ungut sein. Von In und Out will ich gar nicht reden. Alles eine Frage der Draufsicht.

Weshalb ich soooo lange keinen Blogeintrag geschrieben habe? Weil ich manchmal ein Idiot bin. Weil ich meine Achtsamkeit verliere und meinen Fokus.

Ob ich das als Yogateacher darf? Ob ich deswegen unprofessioneller bin als andere?

Definitiv nicht. In erster Linie bin ich Mensch. Und deshalb kann ich meine Yogis und Yoginis so gut verstehen. Genau das ist der Grund, weshalb sich Menschen von mir coachen lassen oder meine Personal Trainings lieben. Ich habe alles durch. Alles! 

Die Welt braucht keine Gurus! Meine geschätzte und geliebte Schwester zitierte neulich Buddha. Ich glaube es war Buddha. So in dem Sinn, dass man sich selbst gestatten soll, man selbst zu sein. Dann fällt es einem leichter, die anderen so sein zu lassen wie sie sind. Vielleicht stammt das Zitat auch von wem anders egal. Es stimmt!

Neulich hatte ich einen Spruch im whatsApp-Profil, der mir an diesem Tag gut erschien. Auch im Nachklang ist er noch irgendwie ok:

"Man sollte mich nicht unterschätzen. Ich kann denselben Fehler auch ein drittes mal machen, wenn ich ihn für richtig halte." (unbekannt)

Nun, für richtig halte ich Fehler selten - oder doch? Manchmal machen sie halt auch Spaß. Weil ich dann noch intensiver spüre, dass ich lebe. Dass ich nicht die bin, die man sehen will. Weil es Menschen gibt, die mich genau deshalb lieben. 

Nicht trotz, sondern weil!

In diesem Sinne: WE WERE BORN TO BE REAL - NOT TO BE PERFECT!

Vielleicht sehen wir uns ja beim MEL.RebelYoga im April.

fuck lucky! go happy!

Taina

PS: Ich habe mich aus dem Fluss einmal für ein paar Tage heraus genommen - mein Körper wollte es so. Ich liege jetzt am Ufer. In der Sonne. Ist gut - ich verändere mich jetzt halt nicht... Oder?

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